DANKE Für eure Unterstützung
in unserer dritten ProA-Saison
Vorbericht zur Partie der SBB Börde Baskets Wolmirstedt gegen die EPG Baskets Koblenz
Mittwoch, Okt. 14

Am Freitag, 16. Oktober treffen die EPG Baskets Koblenz um 19.30 Uhr in Sachsen-Anhalt auf die Wolmirstedt Baskets. Damit spielen am 5. Spieltag der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA zwei besonders formstarke Teams gegeneinander, die ihre Erfolgsserie weiter ausbauen wollen.

Nach drei Siegen in den ersten vier Spielen ist die Stimmung im Team der EPG Baskets gut und Headcoach Stephan Dohrn betont die positive Arbeit, die das Team leistet: „Zufrieden bin ich mit der Einstellung der Spieler und dem Kampfgeist. Defensiv haben wir große Fortschritte gemacht, die Rotationen passen immer besser.“ Allerdings sollte der frühe vierte Platz nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mannschaft noch reichlich Verbesserungspotenzial hat. „Offensiv fehlt uns durchaus noch Struktur und Klarheit, das muss besser werden,“ ergänzt der Coach.

Zuletzt musste das Team um Kapitän Badu Buck mit dem verletzungsbedingten Saison-Aus von Point Guard Tyren Moore einen großen Rückschlag hinnehmen. Jedoch konnte man in den beiden Partien, in denen Moore bereits fehlte, feststellen, dass Koblenz einige Playmaker aufweist, die große Teile der Spielgestaltung übernehmen können. In beiden Spielen verursachten die EPG Baskets jeweils nur acht Turnover. Ein Spitzenwert, für den neben der sicheren Spielgestaltung von Chase Johnson und der ruhigen, kontrollierten Spielweise von Dragos Diculescu in den Schlussphasen, auch Kapitän Badu Buck verantwortlich zeichnete. Nach seiner Verletzung und einer damit verbundenen Vorbereitung ohne Spielpraxis, spielte der Guard zuletzt wieder 18 Minuten gegen Paderborn und stabilisierte sein Team zunehmend durch seinen unaufgeregten Führungsstil. „Natürlich freuen wir uns über jeden Sieg, aber wir hören nicht auf noch mehr zu wollen,“ zeigt sich der 27-Jährige siegeshungrig. „Richtig gegessen wird erst am Ende, bis jetzt waren das alles nur kleine Appetizer.“ Mit Wolmirstedt wartet nun ein enormer Brocken auf die Schängel, an dem sich in dieser Saison schon wahre Top-Teams verschluckt haben.

Nach Siegen gegen Gießen (73:61), auswärts in Göttingen (62:89) und zuletzt bei BBL-Absteiger Heidelberg (74:85) gehört Wolmirstedt zu Saison Auftakt zu den Top-Teams der Liga. Innerhalb dieser drei Spiele andauernden Siegesserie holten sie insgesamt 26 Rebounds mehr als ihre Gegner. Besonders der jüngste Erfolg an Spieltag vier ist erwähnenswert, schließlich hielt man den Aufstiegsfavoriten aus Heidelberg in Halbzeit zwei bei nur 31 Punkten und traf 54% seiner Dreier (14/26). Der Koblenzer Kapitän zeigt sich von dem Höhenflug des nächsten Gegners wenig überrascht: „Sie werden sehr gut gecoacht und haben gute Spieler in ihren Reihen,“ so Buck. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, was andere tun interessiert mich aber nicht.“ Trainer Dohrn sieht in der kommenden Partie einen Gegner, der mehr als nur auf Augenhöhe steht: „Sie haben eine unglaubliche individuelle Qualität im Kader. Mit dieser Qualität sind sie automatisch ein Top-Team und somit zuhause auch klar in der Favoritenrolle.“ Neben der kollektiven Stärke, die der Aufsteiger von 2025 bislang aufzeigt (viertbeste Dreierquote der Liga und viertbeste Defense, mit nur 284 kassierten Punkten) sieht der Coach in Kenneth Cooper, Brock Gardner und Kyndahl Hill ganz besondere Faktoren, auf die es sich einzustellen gilt. Shooting Guard Cooper kam vor der Saison aus Tübingen und hinterlässt bislang mit 15 Punkten und 4 Rebounds im Schnitt einen soliden Eindruck. Der Topscorer des Teams fehlte zuletzt gegen Wolmirstedt, eine Rückkehr gegen Koblenz ist noch offen. Power Forward Brock Gardner kam vor der Saison aus Crailsheim und erzielte bislang 14 Punkte und 6 Rebounds im Schnitt. Der erfahrene Hill kam in den bisherigen vier Partien auf 10.5 Punkte und 5.5 Rebounds. Der 32-Jährige Center trug gegen Heidelberg 17 Punkte bei und traf zwei seiner drei Dreierversuche. Zudem hat das Team mit Dennis Nawrocki (23 Punkte gegen Heidelberg) einen weiteren ProA erfahrenen Mann in den Reihen, der in der vergangenen Saison im Trikot der Hagener den EPG Baskets Koblenz 22 Punkte einschenkte. Point Guard Martin Bogdanov, der neben Alieu Ceesay als einziger aus der Vorjahresmannschaft noch mit dabei ist, lenkt die Offensive seines Teams bislang mit starken 7.3 Assists pro Spiel.

Obwohl Wolmirstedt genauso viele Siege wie Koblenz aufweist, findet man sie acht Positionen tiefer in der Tabelle, auf dem 12. Platz. Das Team von Coach Achmadschah Zadzai erhielt aufgrund von Unstimmigkeiten bei einer Nachlizenzierungsprüfung von der Liga eine Geldstrafe und vier Minuspunkte.

Mit knapp 500 km ist der Weg in die Magdeburger Wolfgang-Lakenmacher-Halle die weiteste Auswärtsfahrt der Saison aus Koblenzer Sicht, sodass sich nur wenige Fans auf die Reise machen dürften. Center Cameron Tongue, der nach dem Sieg in Paderborn sogar eine Baskets Fahne schwang, betont jedoch: „Die Fans geben uns unglaublich viel. Es steigert unsere Energie wirklich sehr, besonders wenn sie auch auswärts mit dabei sind.“ Der Big Man gibt entsprechend viel Energie zurück und somit wartet mit der Double-Digit Maschine aus den USA (17 Punkte im Schnitt) auch ein schwerer Brocken auf Wolmirstedt.