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EPG Baskets Koblenz scheitern an den Paderborn Baskets mit 93:95 (42:51)
Dienstag, März 24

Am Montag Abend trafen die Mannen von Stephan Dohrn auf die abstiegsgefährdeten Paderborner in der heimischen EPG Arena. Weiterhin mussten die Koblenzer dabei auf die verletzten Timothy Smith und Aleksa Kovčević verzichten.

Die knapp 900 Zuschauer wurden Zeugen eines klassischen Fehlstarts ihrer Schängel. Koblenz wirkte in der Offensive ideenlos, in der Verteidigung fehlten die nötige Wachheit und der Biss.

So dauerte es ganze dreieinhalb Minuten Spielzeit, bis Koblenz zu ihren ersten Punkten durch Freiwürfe von Calvin Wishart kamen. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 0:10 für die Nordrhein-Westfalen. Den ersten Feldkorb verwandelte Jannis Sonnefeld erst in der zweiten Hälfte des ersten Viertels zum 6:11. Die Gäste waren im ersten Durchgang deutlich sicherer, besonders Jonathan Klussmann stach mit einer hundertprozentigen Wurfquote und neun Punkte hervor. Auf Koblenzer Seite hielt nur Decorian Jeffries mit einigen erfolgreichen Offensivaktionen dagegen, auch er mit neun Punkten im ersten Viertel. Punktegarant Calvin Wishart blieb zunächst sehr unauffällig, mit untypischen vier Punkten in der gesamten ersten Halbzeit, allesamt durch Freiwürfe. Coach Dohrn war mit der Performanz seiner Spieler und der Entscheidungen der Schiedsrichter hoch unzufrieden und konnte seinen Frust nicht unter Kontrolle halten, was nach Verwarnung zu einem technischen Foul und Freiwürfen für Paderborn führte, Spielstand 14:18. Koblenz kam jedoch vor Abpfiff des ersten Viertels noch einmal auf zwei Punkte heran.

Auch im zweiten Viertel gelang es Koblenz nicht, die Gäste in den Griff zu bekommen. Das Spiel blieb fahrig, ohne nennenswerte Highlights. Erst Ende der ersten Halbzeit nahm die Partie langsam an Fahrt auf. Nachdem Koblenz zwischenzeitlich noch einmal auf vier Punkte herangekommen war, wuchs der Abstand zur Halbzeitpause wieder auf neun Punkte an, zum 42:51 Halbzeitstand.

Auch im zweiten Durchgang starteten die Gastgeber zunächst schwach. Trotz ansehnlicher Dreier von Niedermanner und McCall blieb es zunächst bei einer neun Punkte Führung der Paderborner. Obwohl noch gut 15 Minuten zu spielen waren, hatte man zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Körpersprache der Schängel nicht den Eindruck, als könne Koblenz das Spiel noch einmal aus eigener Kraft herumreißen.

Drei Minuten vor Ablauf des dritten Viertels war Calvin Wishart jedoch plötzlich da, drehte voll auf und übernahm die dringend benötigte Verantwortung. Es gelang ihm, das Team mitzureißen, worauf der Paderborner Trainer beim Spielstand von 60:64 und einem 10:2 Lauf für Koblenz sofort mit einer Auszeit reagierte. Die EPG Baskets konnten das Viertel mit 27:22 gewinnen. Somit sollte die Entscheidung in den letzten zehn Minuten fallen.

Im vierten Viertel gelang den Baskets plötzlich fast alles. Sechseinhalb Minuten vor Schluss konnten sie die Führung übernehmen, bei einem Punktestand von 85:76.

Doch waren sie nicht in der Lage, diese Führung auch zu halten. Auf den spektakulären 16:0 Lauf, antworteten die Paderborner ihrerseits mit einem 12:0 Run und gingen wieder mit 88:85 in Führung.

Es folgten intensive und dramatische Aktionen auf beiden Seiten, doch sollte es zum finalen Showdown 17 Sekunden vor Schluss kommen. Top Scorer Calvin Wishart brachte den Ball bei einem Rückstand von zwei Punkten nach vorne. Es war klar, dass Koblenz die Uhr runter spielen würde, um mit einer letzten Korbaktion entweder auszugleichen und in die Verlängerung zu gehen oder mit einem erfolgreichen Dreier das Spiel in letzter Sekunde für sich zu entscheiden. Wishart entschied sich für Letzteres und lieferte seinen Signature Shot, den Step back Dreier gegen den Verteidiger. Dieser prallte jedoch vom Ring ab, und somit ging das Spiel völlig verdient an die Gäste aus Paderborn.

Coach Stephan Dohrn ging auf der Pressekonferenz nach dem Spiel mit seiner Mannschaft erwartungsgemäß hart ins Gericht: „Ich bin maßlos enttäuscht von der schlechten ersten Halbzeit meiner Spieler. Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie man so in ein Spiel gehen kann. Das war weit weg von dem, was wir können. Wir haben wieder mal zu Hause ein deutlich schlechteres Gesicht gezeigt als auswärts. Das ist enttäuschend.“

 

EPG Baskets Koblenz – Paderborn Baskets 93:95 (42:51)

Viertelergebnisse: 18:20 | 24:31 | 27:22 | 24:22

Topscorer:

EPG Baskets Koblenz: Calvin Wishart (27), Decorian Jeffries (15), Badu Buck (12), Devonte McCall (10)

Paderborn Baskets: Jonathan Klussmann (24), Branden Maughmer (16), Eyassu Worku (14), Jalen Johnson (10)

Nächstes Spiel: 29.03.2026, 17:00 Uhr, EPG Baskets Koblenz – Eisbären Bremerhaven