Der niedrige finale Punktestand lässt es bereits erahnen: Es war ein Spiel, bei dem die sonst offensiv so starken EPG Baskets deutlich hinter ihren Möglichkeiten blieben.
Am Freitagabend reisten die Schängel in die Karlsruher Europahalle, an die man aus der letzten Saison noch sehr gute Erinnerungen hatte, gelang es den Koblenzern dort im April 2025 doch mit einer bärenstarken Leistung aus eigener Kraft den Klassenerhalt in der zweiten Basketball Bundesliga ProA zu sichern.
Die Vorzeichen waren diesmal jedoch alles andere als optimal. Das Team um Stephan Dohrn musste in der Fächerstadt auf den verletzten Decorian Jeffries und den erkrankten Mannschaftskapitän Badu Buck verzichten. Dafür stand Jannis Sonnefeld dem Coach nach einer längeren verletzungsbedingten Pause erstmals wieder zur Verfügung.
In die erste Halbzeit startete Koblenz noch sehr stark. Besonders Timothy Smith glänzte mit einer hundertprozentigen Wurfausbeute im ersten Viertel bei neun erzielten Punkten mit Würfen aus allen Distanzen. Doch Karlsruhe hielt dagegen. Besonders Tyrese Williams überzeugte offensiv im Trikot der Lions. Der US-Amerikaner versenkte binnen 42 Sekunden drei Dreipunktewürfe in Folge und lieferte elf der insgesamt 20 Punkte seiner Mannschaft im ersten Viertel. Während bei Karlsruhe nur drei Spieler erfolgreich scoren konnten, war dies auf Koblenzer Seite auf sieben Paar Schultern verteilt. Nach einem erfolgreichen Dreipunktewurf von Jonas Niedermanner weit hinter der Dreipunktelinie und zwei sicher verwandelten Freiwürfen durch Aleksa Kovačević endete das Viertel schließlich mit 20:26 und die Schängel konnten zufrieden sein. Besonders die Wurfausbeute aus der Nah- und Mitteldistanz sprach eine deutliche Sprache für Koblenz. Während die EPG Baskets 58 % ihrer Zweipunktewürfe verwandeln konnten, lagen die Gastgeber bei lediglich 30 %.
Im zweiten Viertel drehte sich das Blatt und es ging mit 20:13 deutlich an die Löwen. Schuld daran waren vor allem Fehler und vermehrt Fehlwürfe auf Seiten der Koblenzer. Bezeichnend hierfür die Statistik von der Freiwurflinie: Konnte Koblenz im ersten Viertel noch alle sechs Freiwürfe sicher verwandeln, so trafen sie im zweiten Viertel nur einen einzigen aus sechs Versuchen, während Karlsruhe fast jeden Wurf verwandelte. Hinzu kam, dass Karlsruhe zunehmend die Bretter kontrollierte und sich deutlich mehr Offensiv- und Defensivrebounds sicherte. Zur Halbzeit trennten sich die Mannschaften mit einem Punktestand von 40:39.
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel deutlich physischer, Koblenz suchte jedoch zu oft den schnellen Abschluss und verwarf dabei zu viele Würfe. Die Gastgeber dominierten weiterhin bei den Rebounds und schafften es so, sich Ende des dritten Viertels mit 62:57 leicht abzusetzen. Ausgerechnet Maurice Pluskota, der im Laufe der vergangenen Saison überraschend von Koblenz zurück nach Karlsruhe gewechselt war, wurde im Laufe des Spiels immer stärker und dominierte auf beiden Seiten des Courts. Mit 24 Punkten sollte er zum Topscorer der Partie werden. Zudem wurde er mit einem Effizienzwert von 30 zum MVP auf Seiten der Lions. Koblenz versuchte im letzten Viertel noch einmal alles, um den Rückstand wieder aufzuholen, doch begingen sie aufgrund des Drucks zu viele Fehler und auch das letzte Viertel ging knapp an die Gastgeber.
Letztlich gewannen die PS Karlsruhe Lions verdient mit 78:71, stehen mit einer Bilanz von acht Siegen und zehn Niederlagen in der Tabelle aber weiterhin hinter den EPG Baskets Koblenz, die mit neun Siegen und neun Niederlagen eine ausgeglichene Spielbilanz vorzuweisen haben.
PSK Karlsruhe Lions – EPG Baskets Koblenz 78:71 (40:39)
Viertelergebnisse: 20:26 | 20:13 | 22:18 | 16:14
Topscorer:
PSK Karlsruhe Lions: Maurice Pluskota (24), Tyrese Williams (14), Wesley Oba (11)
EPG Baskets Koblenz: Calvin Wishart (15), Timothy Smith (14), Jonas Niedermanner (13), Aleksa Kovačević (11)
Nächstes Heimspiel: 25.01.2026, 17:00 Uhr, EPG Baskets Koblenz – Phoenix Hagen


