Am Sonntagnachmittag empfingen die Rheinländer den Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt. Die Schängel mussten in dieser Partie erneut auf den verletzten Timothy Smith verzichten, der sich vor zwei Wochen im Spiel gegen Bochum eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte.
Die 1100 Zuschauer in der EPG Arena sahen im ersten Viertel ein sehr energetisches Spiel und Koblenzer Baskets, die sehr aggressiv verteidigten, den Gegner zu schwierigen Würfen zwangen und dadurch im Konter zu schnellen Punkten kamen. So geschehen im Zusammenspiel zwischen Calvin Wishart und Decorian Jeffries, der zunächst mit einem Dunking, dann mit einem schnellen Dreier aus dem Fastbreak abschließen konnte. Dem waren schnelle Punkte durch Wishart vorausgegangen, sodass Koblenz mit 7:2 in Führung gehen konnte. Nur wenige Augenblicke später krachte es erneut im Gebälk der Wolmirstedter. Nach einem Steal schloss Devonte McCall ebenfalls mit einem spektakulären Slamdunk zum 11:5 ab.
Die aggressive Defense führte aber auch zu einem Ungleichgewicht bei den Fouls, was sich nach drei gespielten Minuten bereits in einem Foulverhältnis von 4:0 gegen die Gastgeber widerspielgelte, sowie kurz darauf zu je zwei persönlichen Fouls von Kovačević und Wishart führte.
Wolmirstedt konnte davon nicht wirklich profitieren, schaffte es jedoch, dank sicher verwandelter Dreier, zur Viertelpause den Anschluss mit 19:12 zu halten.
Das zweite Viertel eröffnete Badu Buck für Koblenz mit seinem ersten erfolgreichen Dreipunktewurf. Insgesamt sollte er in dieser Begegnung drei von vier Versuchen treffen. Auch Calvin Wishart glänzte offensiv wieder mit seinem unwiderstehlichen Drive zum Korb, den Wolmirstedt nicht unterbinden konnte. Doch konnten sich die Gäste deutlich bei der Verwertung ihrer Würfe steigern, was schließlich Mitte des Viertels zum Ausgleich führen sollte. Beim Spielstand von 27:25 nahm Trainer Stephan Dohrn die Auszeit, um sein Team wieder in die Spur zu bringen. Dies sollte den erhofften Effekt haben. Die Gäste konnten zwar durch Fabien Kondo kurz auf 27:27 verkürzen, gerieten dann aber nach mehreren schönen Fastbreak Aktionen der EPG Baskets und einem Dreier von Julian Larry wieder in Rückstand. Die Halbzeit endete schließlich mit 44:37.
Die zweite Halbzeit startete zunächst mit wilden Schüssen auf beiden Seiten, die allesamt erfolglos blieben, bis schließlich Devonte McCall mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf für die ersten Zähler des dritten Viertels sorgte. Die Gäste konnten dagegenhalten und ließen Koblenz nicht davonziehen. Es ging nun munter auf und ab, wobei der Koblenzer Badu Buck sein bisher wahrscheinlich bestes Spiel für Koblenz ablieferte und seine Würfe sicher verwandelte. Insgesamt sollte er 18 Punkte erzielen, bei einer Trefferquote von 70% aus dem Feld.
Im weiteren Verlauf schaffte es Koblenz fast durchgängig, den Abstand konstant zweistellig zu halten. Zwei Minuten vor Schluss kamen die Gäste noch einmal durch einige Unachtsamkeiten der Schängel auf acht Punkte heran, Koblenz ließ sich aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und siegte letztlich mit 91:82. Topscorer der Partie mit 22 Punkten und einem Effizienzwert von 35 wurde Calvin Wishart, dicht gefolgt von Devonte McCall mit 19 und Badu Buck mit 18 Punkten.
Für den Koblenzer Headcoach war es in erster Linie ein Arbeitssieg. „Für uns hat tatsächlich heute nur der Sieg gezählt. Mir war völlig egal, ob wir einen Schönheitspreis gewinnen oder nicht. Das Spiel heute war kein schönes Basketballspiel, es war ein Kampfspiel. Respekt an den Gegner. Sie haben uns trotz eines extrem harten Wochenendes alles abverlangt.“ Er ergänzte kritisch: „Wir waren definitiv im offensiven Spielfluss in der Saison schon einmal viel weiter. Das haben wir verloren. Aber wir kämpfen. Kompliment an die Jungs, die den Kopf nicht hängen lassen. Wir haben in der Vergangenheit schön gespielt und verloren, heute haben wir dreckig gewonnen.“
Die EPG Baskets Koblenz belegen nach dem 24. Spieltag weiterhin den zehnten Platz in der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA. Im letzten Saisondrittel ist weiterhin alles möglich. Das Mittelfeld der Tabelle liegt extrem nah beieinander: Platz fünf und Platz 15 trennen lediglich sechs Siege. Für elf Mannschaften heißt dies, dass nach oben und nach unten in den verbleibenden zehn Spielen noch fast alles möglich ist. Gerade mit Blick auf die sich anschließenden Playoffs im Mai, für die sich die acht stärksten Teams der Liga qualifizieren, verspricht dies ein enges Rennen bis zum Schluss.
Das nächste und mit großer Spannung erwartete Spiel findet in der EPG Arena gegen den Rivalen, die RheinStars Köln statt. Der Anpfiff am 6. März ist um 19:30 Uhr. Die Tore der Arena öffnen bereits um 18:00 Uhr.
EPG Baskets Koblenz – SBB Baskets Wolmirstedt 91:82 (43:52)
Viertelergebnisse: 19:12 I 25:25 I 22:19 I 25:26
Topscorer:
EPG Baskets Koblenz: Calvin Wishart (22), Devonte McCall (19), Badu Buck (18)
SBB Baskets Wolmirstedt: De’Vondre Perry (20), Daivien Williamson (19), Kevin Wohrath (10)
Nächstes Spiel: 06.03.2026, 19:30 Uhr: EPG Baskets Koblenz – RheinStars Köln
Foto: Angel King

